Da "ELEGIE DUINESI" di Rainer Maria Rilke. Nella traduzione di Andrea Landolfi

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Rainer Maria Rilke nasce a Praga il 4 dicembre 1875, in una famiglia appartenente alla minoranza di origine austriaca. Dopo un’infanzia all’insegna di una rigida precettistica tutta improntata sulle cosiddette buone maniere, a dieci anni, anche in seguito alla separazione dei genitori, il piccolo René viene mandato in collegio, prima alla scuola militare di St. Pölten, poi, dal 1889, nella Militär-Oberrealschule di Mährisch-Weißkirchen, la stessa che nel 1906 sarà immortalata da Robert Musil nel Törleß.

Sedicenne, nel 1891, Rilke riesce a convincere i genitori a sottrarlo a quell’esperienza traumatica e a mandarlo a Linz, a frequentare l’istituto per il commercio, da dove, un anno dopo, fa ritorno a Praga. Qui può finalmente dedicarsi allo studio (si prepara alla maturità da privatista) e ai primi tentativi poetici.

Nel 1895 si iscrive all’università e un anno dopo si trasferisce a Monaco, dove conosce Lou Andreas-Salomé, artefice di una sorta di sua “rinascita”: il giovane René muta il proprio nome in Rainer, acquisisce piena consapevolezza della propria vocazione e comincia a viaggiare (in Italia, e poi in Russia).

Nel 1901 entra a far parte della comunità di artisti di Worpswede dove conosce la scultrice Clara Westhoff, che diventerà sua moglie e madre dell’unica figlia Ruth. Dal 1902 si trasferisce a Parigi, al seguito dello scultore Auguste Rodin. Questi anni sono contrassegnati dall’uscita di diverse raccolte poetiche (Il libro d’ore, Storie del buon Dio, Il libro delle immagini, Nuove poesie) e da numerosi viaggi (Italia, Scandinavia, Olanda, Spagna, Egitto). Ma sono anche gli anni, tormentati, della stesura del romanzo I quaderni di Malte Laurids Brigge, concepito nel 1904 e pubblicato nel 1910. Nel 1912, ospite nel castello di Duino della principessa von Thurn und Taxis, inizia a scrivere le Elegie duinesi, che terminerà nella torre di Muzot solo dieci anni dopo. Ancora molti viaggi, interrotti dalla Prima Guerra Mondiale, che lo vede impiegato presso l’Archivio di Guerra grazie all’intervento di Hugo von Hofmannsthal.

Nel 1922, mentre con fatica lavora alla conclusione delle Elegie, compone, in poche settimane di felice ispirazione, i Sonetti a Orfeo. Muore di leucemia il 29 dicembre 1926.

 

 

 

 

 

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Da ELEGIE DUINESI di Rainer Maria Rilke.

A cura di Andrea Landolfi (Elliot, Roma, 2022)

 

 

 

Die erste Elegie

 

 

 

     Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel

     Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme

     einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem

     stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts

     als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,

     und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,

     uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich.

          Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf

     dunkelen Schluchzens. Ach, wen vermögen

10 wir denn zu brauchen? Engel nicht, Menschen nicht,

     und die findigen Tiere merken es schon,

     daß wir nicht sehr verläßlich zu Haus sind

     in der gedeuteten Welt. Es bleibt uns vielleicht

     irgend ein Baum an dem Abhang, daß wir ihn täglich

     wiedersähen; es bleibt uns die Straße von gestern

     und das verzogene Treusein einer Gewohnheit,

     der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht.

          O und die Nacht, die Nacht, wenn der Wind voller Weltraum

     uns am Angesicht zehrt –, wem bliebe sie nicht, die ersehnte,

20 sanft enttäuschende, welche dem einzelnen Herzen

     mühsam bevorsteht. Ist sie den Liebenden leichter?

     Ach, sie verdecken sich nur mit einander ihr Los.

          Weißt du’s noch nicht? Wirf aus den Armen die Leere

     zu den Räumen hinzu, die wir atmen; vielleicht daß die Vögel

     die erweiterte Luft fühlen mit innigerm Flug.

     Ja, die Frühlinge brauchten dich wohl. Es muteten manche

     Sterne dir zu, daß du sie spürtest. Es hob

     sich eine Woge heran im Vergangenen, oder

     da du vorüberkamst am geöffneten Fenster,

30 gab eine Geige sich hin. Das alles war Auftrag.

     Aber bewältigtest du’s? Warst du nicht immer

     noch von Erwartung zerstreut, als kündigte alles

     eine Geliebte dir an? (Wo willst du sie bergen,

     da doch die großen fremden Gedanken bei dir

     aus und ein gehn und öfters bleiben bei Nacht.)

     Sehnt es dich aber, so singe die Liebenden; lange

     noch nicht unsterblich genug ist ihr berühmtes Gefühl.

     Jene, du neidest sie fast, Verlassenen, die du

     so viel liebender fandst als die Gestillten. Beginn

40 immer von neuem die nie zu erreichende Preisung;

     denk: es erhält sich der Held, selbst der Untergang war ihm

     nur ein Vorwand, zu sein: seine letzte Geburt.

     Aber die Liebenden nimmt die erschöpfte Natur

     in sich zurück, als wären nicht zweimal die Kräfte,

     dieses zu leisten. Hast du der Gaspara Stampa

     denn genügend gedacht, daß irgend ein Mädchen,

     dem der Geliebte entging, am gesteigerten Beispiel

     dieser Liebenden fühlt: daß ich würde wie sie?

     Sollen nicht endlich uns diese ältesten Schmerzen

50 fruchtbarer werden? Ist es nicht Zeit, daß wir liebend

     uns vom Geliebten befrein und es bebend bestehn:

     wie der Pfeil die Sehne besteht, um gesammelt im Absprung

     mehr zu sein als er selbst. Denn Bleiben ist nirgends.

 

     Stimmen, Stimmen. Höre, mein Herz, wie sonst nur

     Heilige hörten: daß sie der riesige Ruf

     aufhob vom Boden; sie aber knieten,

     Unmögliche, weiter und achtetens nicht:

     So waren sie hörend. Nicht, daß du Gottes ertrügest

     die Stimme, bei weitem. Aber das Wehende höre,

60 die ununterbrochene Nachricht, die aus Stille sich bildet.

     Es rauscht jetzt von jenen jungen Toten zu dir.

     Wo immer du eintratst, redete nicht in Kirchen

     zu Rom und Neapel ruhig ihr Schicksal dich an?

     Oder es trug eine Inschrift sich erhaben dir auf,

     wie neulich die Tafel in Santa Maria Formosa.

     Was sie mir wollen? leise soll ich des Unrechts

     Anschein abtun, der ihrer Geister

     reine Bewegung manchmal ein wenig behindert.

 

     Freilich ist es seltsam, die Erde nicht mehr zu bewohnen,

70 kaum erlernte Gebräuche nicht mehr zu üben,

     Rosen, und andern eigens versprechenden Dingen

     nicht die Bedeutung menschlicher Zukunft zu geben;

     das, was man war in unendlich ängstlichen Händen,

     nicht mehr zu sein, und selbst den eigenen Namen

     wegzulassen wie ein zerbrochenes Spielzeug.

     Seltsam, die Wünsche nicht weiterzuwünschen. Seltsam,

     alles, was sich bezog, so lose im Raume

     flattern zu sehen. Und das Totsein ist mühsam

     und voller Nachholn, daß man allmählich ein wenig

80 Ewigkeit spürt. – Aber Lebendige machen

     alle den Fehler, daß sie zu stark unterscheiden.

     Engel (sagt man) wüßten oft nicht, ob sie unter

     Lebenden gehn oder Toten. Die ewige Strömung

     reißt durch beide Bereiche alle Alter

     immer mit sich und übertönt sie in beiden.

 

     Schließlich brauchen sie uns nicht mehr, die Früheentrückten,

     man entwöhnt sich des Irdischen sanft, wie man den Brüsten

     milde der Mutter entwächst. Aber wir, die so große

     Geheimnisse brauchen, denen aus Trauer so oft

90 seliger Fortschritt entspringt –: könnten wir sein ohne sie?

     Ist die Sage umsonst, daß einst in der Klage um Linos

     wagende erste Musik dürre Erstarrung durchdrang;

     daß erst im erschrockenen Raum, dem ein beinah göttlicher Jüngling

     plötzlich für immer enttrat, die Leere in jene

     Schwingung geriet, die uns jetzt hinreißt und tröstet und hilft.

[…]

 

 

 

La prima elegia

 

 

 

     Chi, s’io gridassi, mi udrebbe mai dalle schiere

     degli angeli? E anche ammesso che uno

     d’improvviso mi stringesse al suo cuore: soccomberei

     al suo più forte esistere. Poiché il bello altro non è

     che l’inizio del terribile, che noi ancora sopportiamo,

     e ammiriamo così, perché incurante trascura

     di perderci. Ogni angelo è terribile.

          E dunque mi contengo, strozzato il richiamo

     del cupo singhiozzo. Ah, ma di chi dunque noi

10 possiamo valerci? Non d’angeli, non di persone,

     e i sagaci animali lo vedono bene che noi

     non troppo siamo di casa e fidati

     nel rivelato mondo. Forse ci resta sull’erta

     un qualche albero, da rivedere ogni giorno,

     ci resta la strada di ieri, l’ossequio

     viziato a un’abitudine cui piacque fermarsi

     con noi, finché rimase, e non se n’andò più via.

          Oh, e la notte, la notte, quando pieno di spazio erode il vento

     i nostri volti – a chi non mancherebbe l’ansiosamente attesa,

20 la dolce deludente, lei che come pena incombe sul cuore

     di ognuno. È forse più lieve agli amanti?

     Ahimè, si occultano solo l’un l’altro il destino.

          E ancora non lo sai? Dalle braccia getta via il vuoto

     lassù negli spazi che noi respiriamo; quell’aria più vasta

     sentiranno forse gli uccelli con più intimo volo.

     Sì, certo, le primavere avevano bisogno di te. Stelle

     vi erano che esigevano tu le sentissi. Alta si ergeva

     un’onda verso te nel passato, oppure un violino

     si dava, mentre tu sotto una finestra aperta

30 ti trovavi a passare. Tutto questo era un compito.

     Ma ne venisti tu a capo? Non fosti sempre e ogni volta

     distratto e in attesa, quasi che tutto ti annunziasse

     un’amata? (E dove pensi mai di nasconderla

     quando i grandi ed estranei pensieri in te

     vanno e vengono, e spesso si fermano a notte.)

     Ma se ti struggi, canta allora le amanti; ancora

     non abbastanza immortale è il loro celebrato sentire.

     Le abbandonate, che tu quasi invidi, quelle che tanto

     più degne d’amore ti parvero delle appagate. Inizia

40 ogni volta da capo la lode che mai si raggiunge;

     pensa: che l’eroe si conserva, persino la fine non era

     per lui che un pretesto per essere: la sua ultima nascita.

     Ma le amanti in sé accoglie di nuovo l’estenuata

     natura, quasi non fossero doppie le forze

     per compiere ciò. E tu, celebrasti abbastanza, tu,

     Gaspara Stampa? Di quell’amante sublime l’esempio

     vorrà forse seguire una qualche fanciulla cui l’amato

     via s’involò, e sentire: che io sia come lei?

     Non devono infine questi strazi antichissimi

50 in noi dare più frutto? Non è forse tempo che amando

     dall’amato noi ci liberiamo tremanti, per andar oltre:

     come la freccia va oltre la corda dell’arco, e raccolta nel lancio

     più di se stessa diviene. Ristare non si dà in nessun luogo.

 

     Voci, voci. Ascolta, mio cuore, come i santi soltanto

     ascoltarono mai: possente il richiamo

     li sollevò in aria; ma loro in ginocchio,

     impassibili, quasi non se ne accorsero:

     tanto erano in ascolto. Non che di Dio tu possa

     sopportare la voce, giammai. Ma ascoltane il soffio,

60 l’ininterrotta notizia, che dal silenzio si forma.

     Da quei giovani morti ti sussurra adesso.

     Ovunque tu entrassi, nelle chiese di Napoli e Roma,

     non ti parlava, quieto, il loro destino?

     O un’iscrizione, sublime, ti si imponeva,

     come la targa, ora è poco, in Santa Maria Formosa.

     Che vogliono da me? Piano dovrò deporre

     la parvenza d’ingiustizia che a volte

     il puro movimento limita un poco delle loro anime.

 

     Ma certo è strano la terra non più abitare,

70 abitudini appena apprese non più esercitare,

     a rose e altri oggetti che questo promettono

     non più dell’umano futuro attribuire il senso;

     ciò che si fu tra infinitamente trepide mani

     non essere più, e il proprio nome persino

     lasciare, come un giocattolo rotto.

     Strano non più i desideri desiderare. Strano

     vedere nello spazio fluttuare ogni cosa

     che un nesso legava. E l’esser morti è fatica

     e recupero, per sentire pian piano un poco

80 di eternità. – Ma i viventi fanno tutti

     l’errore di distinguere con troppa nettezza.

     Si dice che gli angeli spesso non sappiano

     se tra i vivi camminano o i morti. L’eterna fiumana

     sempre le generazioni tutte trascina con sé

     per i due territori, e le soverchia in entrambi.

 

     Alla fine non hanno più bisogno di noi, i presto rapiti,

     quietamente ci si disavvezza alla terra, così come al seno

     delle madri, con dolcezza. Ma noi, che di così grandi

     segreti abbiamo bisogno, noi che sovente dal lutto

90 attingiamo un beato progresso – potremmo mai essere senza di loro?

     Non è dunque vera la storia che un tempo la musica, quando ancora era

          infante,

     osando il lamento per Lino ogni arido rigore seppe disciogliere?

     Che solo nello spazio di orrore di quella sottrazione inconsulta

     e perenne di un fanciullo quasi divino poté il vuoto vibrare

     nel modo che oggi ancora noialtri trascina, e consola, e soccorre.

[…]


 

 

Andrea Landolfi (1957) insegna Letteratura tedesca e Traduzione letteraria all’Università di Siena. Tra gli autori di cui si è occupato figurano Goethe (del quale nel 2017 ha curato per Elliot il volume Elegie romane ed Epigrammi veneziani, con il quale ha vinto il Premio per la Traduzione letteraria 2018 del Ministero dei Beni Culturali), August von Platen (Poesie 1816-1834, Elliot, 2019), Schopenhauer, Thomas Mann, Hofmannsthal, Musil, Rezzori. Nel 2016 gli è stato conferito, alla carriera, il Premio per la Traduzione letteraria del Governo austriaco.